Erfahrungsbericht zur Reflexintegration mit Merlin

Unser Sohn kann klettern…

Das klingt jetzt nicht besonders spektakulär, es ist aber eine der wertvollsten Entwicklungen aus der vollzogenen Reflexintegration. Wie war er vorher? Er war schon immer ein Junge, durch und durch. Zeigte aber starke Einschränkungen im Bereich seiner Entfaltung im Bewegungsbereich. Rückwirkend betrachtet, bewegte er sich immer in Sichtweite von uns, wenn wir den häuslichen Bereich verlassen haben. Frei durch den Wald toben? Nur sehr eingeschränkt. Auf Bäume klettern, dass Klettergerüst auf dem Abenteuerspielplatz? Alles wurde nur sehr zögerlich und mit Unterstützung erkundet. Auf die obere Plattform, hoch auf den Baum hat er sich nicht gewagt. Eine Art magische Grenze existierte in seinem Kopf. Das hat ihn sehr frustriert.

Besonders im schulischen Bereich zeigte er häufig Auffälligkeiten. Er brach aus diesen Grenzen aus, verlor schnell das gesunde Maß, besonders in Konfliktsituationen. Er wurde häufig laut und aufbrausend. Seine fehlenden Fähigkeiten versuchte er so zu kompensieren. Er neigte auch dazu, sich übertrieben zu präsentieren. Er war ein Angeber.

Durchgeführte ergo-therapeutische Maßnahmen, Besuche bei diversen Ärzten, darunter auch Psychiater und Psychologen (Diagnose: ADS ohne „Hyperaktivität“!), brachten unseren Sohn zwar bedingt weiter, aber keinen durchschlagenden Erfolg.

Bis wir auf die Reflexintegration und das Kinder- und Jugendcoaching bei Martina Zimmermann gestoßen sind. Dadurch hat unser Sohn seinen Aktionsradius und seine Handlungskompetenzen erheblich erweitert. Aus der Schule kommen jetzt durchwegs positive Feedbacks. Besonders durch das Coaching, ist er in der Lage, die durch die Reflexintegration neu erschlossenen Bereiche gezielt mit Leben zu füllen und an vorhandenen Problemen zu arbeiten.

Wir haben gezielt keine Hinweise auf die Reflexintegration und das Coaching in der Schule gegeben, weil wir in der Vergangenheit erlebt haben, dass beim Lehrpersonal schnell hohe Erwartungshaltungen entstanden sind, wenn wir zu transparent mit der „Förderung“ unseres Sohnes umgegangen sind. Feedback des Klassenlehrers beim letzten Elternsprechtag: Ihr Sohn ist jetzt ein Teil der Klasse geworden. Er ist angekommen!

Im Coaching erlernte Handlungskonzepte zur Verbesserung von Konzentration und Lernverhalten, sowie eingeübte Verhaltensregeln in Konfliktsituationen konnte unser Sohn nach Aussage des Klassenlehrers anwenden und positiv umsetzen. Auch die anderen beteiligten Lehrer berichten durchweg von Verbesserungen im schulischen und sozialen Miteinander.

Unser Resümee

Unser Sohn lebt jetzt nicht mehr in diesen engen Grenzen und kann sich ausreichend entfalten. Es ist schön zu sehen, wie er vieles nachholt und wie zufrieden und entspannt er dadurch geworden ist. Er muss jetzt nicht mehr „angeben“ was er alles kann. Er kann es durch Taten zeigen, er kann es leben!

Besonders im letzten Urlaub erlebten wir ihn wie ausgewechselt. Einfach um den Bergsee wandern? Nur mit Unterstützung am Wegesrand „klettern“? Nicht mehr mit ihm! Kreuz und quer, rauf und runter, vorweg laufen und stolz von einem hohen Felsen, stehend(!) grüßen! So sieht das jetzt aus!

Ja, unser Sohn kann klettern. ;-)

Diesen Beitrag weiterempfehlen/teilen: